PflegeAloe Vera Anwendung

Die Aloe Vera Pflanze

Aloe Vera Pflanzen gibt es viele. Etwa 300 verschiedene Arten der Staudengewächse gibt es weltweit. In den letzten Jahren hat die Pflanze mit ihren fleischigen grau-grünen Blättern aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften an Bekanntheit gewonnen. Dabei sind die wertvollen Wirkstoffe, die sie so bekannt machen, nur in einer Sorte, der „echten Aloe Vera“, enthalten. Schon vor über 2.000 Jahren waren die natürlichen Heilkräfte des gelartigen Pflanzensaftes bekannt und auch heute findet Aloe Vera Anwendung in der Kosmetik und Naturheilkunde.

Welche Wirkstoffe sind in Aloe Vera enthalten?

In den Blättern der Aloe Vera Pflanze finden sich mindestens 160 verschiedene Inhaltsstoffe. Laut Aloe Medical Group gibt es Experten, die die Anzahl der Wirkstoffe sogar mit 300 bis 400 beziffern. Natürlich sind darunter auch viele Inhaltsstoffe, die wir auch in heimischen Obst- und Gemüsesorten kennen. Doch das Besondere an der Aloe Vera Pflanze ist, dass sie all die Inhaltsstoffe kombiniert. Forscher sind sich einig, dass der synergetische Effekt für die heilende Wirkung von Aloe Vera ausschlaggebend ist. So finden sich im Aloe Vera Saft zum Beispiel Mono- und Polysaccharide, Aminosäuren, Enzyme, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Aber Achtung: Neben den positiven Inhaltsstoffen enthält der Saft der Aloe Vera Aloin. Dieser Inhaltstoff ist leicht giftig und kann insbesondere bei innerer Anwendung und Überdosierung Nebenwirkungen hervorrufen. Laut Deutschlandfunkkultur ist auch Vorsicht beim Verzehr des Blattes der Aloe Vera geboten: Nur das gelartige Blattinnere, also der Wasserspeicher der Pflanze, ist genießbar.

Aloe Vera hat eine entzündungshemmende Wirkung

Die in Aloe Vera enthaltenen Wirkstoffe wie Mono- und Polysaccharide, Mangan, Selen und Zink haben eine entzündungshemmende Wirkung und unterstützen den Körper bei der Zerstörung von freien Radikalen. Außerdem wirken sie antibakteriell und stimulieren das Immunsystem.

Aloe Vera enthält essentielle Aminosäuren

Aminosäure fungieren als Bausteine, die jeder von uns benötigt. Manche davon kann der menschliche Körper selbst herstellen, manche (sogenannte „essentielle Aminosäuren“) müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Im Gel der Aloe Vera sind 7 von insgesamt 8 essentielle Aminosäuren enthalten.

Aloe Vera Kosmetik

Aloe Vera erlebt in der Kosmetik einen Hype – kein Wunder, denn bei der Anzahl an Wirkstoffen scheint Aloe Vera das Wundermittel in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen zu sein. Anwendung finden Aloe Vera Produkte in verschiedenen Formen, zum Beispiel als Aloe Vera Gel, Aloe Vera Saft oder Aloe Vera Shampoo. Die Anwendungsbereiche sind ebenso vielfältig wie die im Handel angebotene Produktpalette: Von der Anwendung auf der Haut nach dem Rasieren oder auf dem Sonnenbrand bis hin zur inneren Anwendung, die den Körper bei Entgiftungsvorgängen unterstützen soll. Empfindliche Menschen sollten darauf achten, dass sie Aloe Vera Produkte kaufen, die keine Duftstoffe oder Alkohol enthalten.

Aloe Vera für Haare

Aloe Vera pflegt die Haare und spendet Feuchtigkeit. Es fördert zudem die Durchblutung der Kopfhaut, trägt dazu bei Haarausfall vorzubeugen und hat dank einer hohen Kaliumkonzentration positiven Einfluss auf das Haarwachstum. Selbst gegen Schuppen kann Aloe Vera laut Focus Online helfen.

Aloe Vera Gel kann als Shampoo, als Spülung oder als Haarkur verwendet werden. Das Gel kann zum Shampoo dazu gegeben werden und in dieser Kombination bei der Haarwäsche verwendet werden. Da gute Aloe Vera Gele keine künstlichen Zusätze enthalten, sollte auch auf ein parfüm- und alkoholfreies Shampoo gewählt werden, um die beste Wirkung zu entfalten.

Als Spülung findet das Aloe Vera Gel nach der Haarwäsche Anwendung. Das Gel sollte reichlich aufgetragen werden und mindestens fünf Minuten einwirken, bevor es ausgewaschen wird.

Eine Haarkur mit Aloe Vera dauert etwa eine halbe Stunde. Das Aloe Vera Gel muss dazu gründlich ins Haar einmassiert werden und nach Ablauf von 30 Minuten mit Shampoo ausgewaschen werden.

Aloe Vera für Haut

Beliebt machen Aloe Vera die vielzähligen Anwendungsmöglichkeiten auf der Haut. Egal ob als Lotion, Creme oder Gel: Aloe Vera ist ein Feuchtigkeitsspender für unsere Haut. Das Aloe Vera Gel kann einfach auf die trockenen Hautstellen aufgetragen oder bei der täglichen Pflegeroutine als Feuchtigkeitscreme integriert werden. Ebenso bekämpft die äußere Anwendung von Aloe Vera auf der Haut kleinere Fältchen. Grund dafür sind die unterschiedlichen Vitamine, Aminosäuren und Mineralien, die in der Pflanze enthalten sind. Sie unterstützen die Bildung von Kollagen und Elastin.

Auch bei Sonnenbrand kann Aloe Vera Abhilfe schaffen: Eine kühlende Wirkung lindert den Schmerz und beruhigt die Haut. Außerdem beschleunigt Aloe Vera die Regeneration der Haut.

Aloe Vera Saft: Warum Aloe Vera Saft trinken?

Die Einnahme von Aloe Vera kann in Zusammenhang mit einer gesunden Lebensweise positive Effekte haben.

Für Aloe Vera Saft wird das gesamte Blatt der Pflanze verarbeitet. Um Aloe Vera Gel zu gewinnen, werden die Blätter der Pflanze geschält. Anschließend wird das Blatt kalt gepresst, sodass ein leicht bitterer Saft austritt. Das Gel gilt als hochwertiger, denn im Saft werden alle Stoffe, also auch Aloin, verarbeitet. Aloin kann in einer zu hohen Dosis zu Verdauungsbeschwerden führen, denn es hat eine abführende Wirkung. Die Krankenkassenzentrale empfiehlt deshalb auf die Dosierung von Aloe Vera zu achten. Insbesondere bei gekauften Präparaten ist ein Blick auf die Packungsbeilage ratsam.

Aloe Vera Saft wird – ebenso wie das Aloe Vera Gel – innerlich angewendet. Bisher gibt es noch keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass der Verzehr von Aloe Vera Saft oder Aloe Vera Gel eine besondere Wirksamkeit entfaltet. Jedoch kann der Körper insgesamt von den enthaltenden Nähr- und Inhaltsstoffen profitieren. Aloe Vera Saft oder Gel ist kein Wundermittel, aber sie können dazu beitragen, dass unser Körper ein gesundes Gleichgewicht beibehält.

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